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Tricks und Kniffe für verschiedene Anwendungen, die einem das Arbeiten mit dem PC, das Surfen im Internet oder die Entscheidung vor Kauf einer Software wesentlich erleichtern können. Die Profis wissen genau wodrauf es zu achten gilt, wenn man eine Software installiert, dessen Herkunft nicht zu 100% sicher ist oder wie man Preise im Internet richtig vergleicht. Damit auch der Leihe nicht in die zahlreichen Fallen tappt, haben wir hier ein Paar kleine Tipps für Sie:

Versteckte Software bei Installationen

Versteckte Software bei Installationen

Da ist es wieder mal passiert. Eine neue Software herunter geladen (meist Freeware), diese installiert und schon tauchen beim nächsten Start des Browsers viele neue Toolbars auf, die einem vermeintlich alle das Leben erleichtern wollen. Dabei sollte man sich jedoch immer die Frage stellen "was habe ich davon diese Toolbar zu nutzen und was hat der Hersteller davon?". In der Regel kann man nämlich sagen, dass seriöse Softwarehersteller keine oder nur sehr selten solche Toolbars bei Installationen als Zusatzsoftware anbieten bzw. diese bei einer Installation der eigentlichen Software verstecken. Seriöse Anbieter erzielen in der Regel durch den Verkauf der Software ihre Gewinne und sind nicht auf Werbung etc. angewiesen. Da war auch schon das Stichwort, ... Werbung, das ist es worum es im Groben geht. Durch das Nutzen einer Toolbar, kann Ihr Surfverhalten in jeglicher Sicht durch die gespeicherten Daten analysiert werden. Gesucht Artikel, besuchte Seiten, Kontakte und Freunde etc., die Liste an Informationen ist recht groß die ausgewertet werden kann. Jetzt kann man natürlich sagen: "Ja aber ich gebe das ja nicht alles in der Toolbar ein, sondern z.B. in Google". Ja das ist richtig aber ein Großteil der "Normalanwender" verwendet die Standardeinstellungen und diese sind für gewöhnlich so eingestellt, dass erst einmal alles gespeichert wird, in Form von Cookies, Chroniken usw. und die Toolbar kann diese dann auslesen und verwerten. "Da gibt es doch Datenschutzgesetze, die vorschreiben, dass Daten ohne meine Zustimmung nicht verwendet werden dürfen!". Das ist vollkommen richtig, jedoch hat man in den meisten Fällen explizit bei der Installation zugestimmt, dass diese Toolbar installiert werden darf und alle Rechte hat, Daten auszuwerten, zu speichern und weiter zu verwenden. Genau jetzt sind wir an dem Punkt angekommen, wo wir die kleinen Raffinessen aufdecken, die sich Softwarehersteller einfallen lassen, um legal Software installieren zu können, die Sie eigentlich nicht haben wollten!

Empfohlene Einstellungen oder Optionale Einstellungen (Nur für Experten)

Der häufigste Grund, warum ungewollte Software auf dem PC gelangt. Der Mensch ist im Grund gutgläubig und das machen sich viele zu Nutzen. "Empfohlene Einstellungen" findet man bei nahezu allen Installation, doch für wen wird es empfohlen und vor allem, was? Wenn man sich nicht gut auskennt und eher wenig Ahnung hat, ist man auf die Hilfe eines Experten angewiesen, in diesem Falle der Softwarehersteller, dem man sein Vertrauen schenkt. Man neigt also schon dazu die "empfohlenen Einstellungen" zu wählen, alleine aus dem Grund, weil das Wort "empfohlen" eine Art von Sicherheit bietet. Diese Sicherheit soll an dieser Stelle noch bestärkt werden, indem man die Auswahl, in diesem Falle die "Optionalen Einstellungen" noch mit einem kleinen Zusatz versieht, "Nur für Experten". Der Leihe ist natürlich kein Experte und wird dadurch verunsichert diese Option zu wählen, da evtl. besonderes Wissen verlangt wird oder man gar etwas falsch machen könnte und das Programm naher nicht funktioniert. Sie wählen also die "Empfohlene Einstellungen".

Lösung: Wenn immer es nur geht, sollten Sie die "Optionalen-", "Erweiterten", "Experten-", oder Alternativ-Einstellungen wählen. Hintergrund ist folgender: Zustimmungen sind häufig nur in den Erweiterten Einstellungen sichtbar und können auch nur dort deaktiviert werden. Sind Sie mit den Empfohlenen Einstellungen einverstanden, hat der Hersteller freie Hand, benötigt keine zusätzliche. Zustimmung und kann installieren, was auch immer er für nützlich hält. Ob dies allerdings auch wirklich in Ihrem Sinne ist und Ihnen weiterhilft, ist dabei eher fraglich. Klicken Sie wenigstens die Alternativen an und schauen welche Einstellungen sich wirklich dahinter verbergen. Bei den Optionen wo Sie wirklich keine Ahnung haben, ziehen Sie jemanden zu Rate oder ändern Sie im schlimmsten Falle nichts. So gehen Sie immerhin sicher, dass Sie keine Option verpassen oder diese versteckt sind.

Zustimmung nach den AGBs verstecken

Niemand hat Lust sich die 125 Seiten AGBs und Nutzbedingungen durchzulesen oder möchte den Standardspeicherort ändern und genau darauf baut der Trick auf. Viele Anwender haben gemerkt, dass die Software ja auch auf dem Rechner landet, wenn sie die so genannte "Ja->Ja->Ja Installation" ausführen. Bedeutet im Klartext, man liest sich überhaupt nicht mehr genau durch, wozu man überhaupt zustimmt und klickt immer weiter, weiter und weiter, so lange bis die Installation beginnt. Leider ist es an der Stelle zu spät, Die Toolbar oder die Zusatzsoftware ist auf dem Rechner gelandet und treibt schon ihr Unwesen.

Lösung: So viele Seiten sind es nun auch wieder nicht, die man durchklicken muss. Immer den Text wenigstens grob Querlesen und nach Stichworten wie "macht ihren PC schneller", "kostenloses Tool" o.ä. suchen und sehr wichtig die Überschrift der aktuellen Seite durchlesen! Hat man solche Signalwörter gefunden, kurz anhalten und noch mal genauer hinschauen. Den Haken auf der befindlichen Seite dann entfernen.

Häkchen am Ende der AGBs verstecken

Ja, auch ein sehr beliebter Trick! Wie schon erwähnt sind die meisten AGBs unheimlich lang und wenn man ehrlich ist, lesen sich nur die wenigsten diese aufmerksam durch. Aufgrund vieler Klagen und Beschwerden, wurden die Datenschutzgesetze so angepasst, dass eine explizierte Zustimmung vorhanden sein muss (z.B. durch ein Häkchen) und die blose Form der Erwähnung im Text nicht ausreicht. Ebenso ist es erforderlich, dass man bei den AGBs "ich bin einverstanden" auswählen muss, da ansonsten die Installation nicht fortgesetzt werden kann (Button ausgegraut). Genau diesen Schutzmechanismus machen sich einige zu nutzen! Im Glauben, dass man hier ein Häkchen für die Zustimmung der AGBs, der Lizenzbestimmungen usw. zustimmt, werden hier die Häkchen für Zusatzsoftware untergebracht. Unaufmerksam stimmt man allem zu, damit die Installation fortgesetzt werden kann.

Lösung: Auch hier wird wieder die Unachtsamkeit ausgenutzt und ein kurzer Blick auf den kurzen Text (meist ein Einzeiler) hätte genügt um zu erkennen worum es sich wirklich handelt. Also noch wichtiger als sich die langen Texte durchzulesen, sind die, wo sie explizit bestätigen müssen.

Hier noch ein Hinweis: In den aller meisten Fällen lässt sich die Installation auch fortsetzen ohne dass ein Häkchen bei der "Schadsoftware" gesetzt werden muss. Daher am besten alles abhaken, aufmerksam durchlesen und schauen, welche Optionen wirklich notwendig sind. Lässt sich die Software ohne Zustimmung zur Zusatzsoftware nicht installieren, sollten Sie ohne hin die Finger davon lassen!

Ausgegraute und bereits markierte Checkboxen

Ein weiterer beliebter Trick ist das Ausgrauen der Checkboxen. Gerade so im rechtlich sicheren Bereich, werden die Farben der Texte und der Checkboxen so angepasst, dass sie kaum zu erkennen, aber legal sind. Sie sollen schwer zu erkennen sein, da sie meist schon vorengstellt sind mit "check", bedeutet das Häkchen ist schon gesetzt und man muss es explizit heraus nehmen. Schnell wird das gerne übersehen und die ungewollte Zustimmung ist eingereicht.

Lösung: Hier hilft nur Achtsamkeit und genaues Hinschauen, welches Häkchen bereits gesetzt ist und warum.

Abwählen nur durch Anwählen möglich

Auch nicht selten ist der Trick, dass z.B. ein oder mehrere Häkchen bereits gesetzt und ausgegraut sind, sich jedoch nur abwählen lassen, wenn man das Überelement abwählt. Damit die meisten Nutzer dies nicht tun, werden in dem Haupthäkchen meist Begriffe verwendet, die zu der gewünschten Software passen und so der Eindruck geweckt wird, dass diese Option erforderlich ist.

Lösung: Bei ausgegrauten Checkboxen immer stutzig werden und erst mal abwählen. Lässt sich die Installation fortsetzen, waren es weder AGBs noch Datenschutzrichtlinien o.ä..

 

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